NABU-Gelände bei der Apfelweinprämierung- © Birgit Emig
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Hans Schwarting
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Heike Koslov

07.02.2018 GRAUSPECHTE in der Landbachaue

GRAUSPECHTE in der Landbachaue - © Hans Schwarting

22 NABU-Senioren/ -innen der Gruppe Rodgau, genannt „GRAUSPECHTE“, besuchten die „Landbachaue“ bei Bickenbach. In diesem, an der Bergstraße gelegenen Naturschutzgebiet, konnte die Naturschützer zahlreiche Wintergäste aus der Vogelwelt beobachten. Neben Silberreihern, Störchen, Grau-, Nil- und Kanadagänsen wurden sogar Kiebitze gesichtet.

Das sonnige Wetter nutzen bereits einige Feldhasen zu ersten „Boxkämpfen“. Deren Paarungszeit ist eingeläutet. Nach einer zünftigen Rast wurde noch der dortige Erlensee besucht. Dort konnte man den Pilz des Jahres 2017, das Judasohr (Auricularia auricula-judae) entdecken.

Naturbeobachtungen und Bilder findet man unter: Landbachaue und Erlensee.

27.01.2018 Der Grasfrosch ist Lurch des Jahres

Grasfrosch - © Hans Schwarting

Der Grasfrosch zählt (noch) zu unseren häufigsten Froscharten. Leider gehen auch in Rodgau die Bestände dieser Lurche zurück. „Ein bundesweiter Trend“, meint NABU Amphibienspezialist Rudolf Gathof. Deshalb wurde der Grasfrosch (Rana temporaria) zum Lurch des Jahres 2018 gewählt.



Grasfrösche sind vorwiegend nachtaktiv. Das gilt für die Wanderungen ebenso wie für die Nahrungssuche im Sommerquartier. Als Laichgewässern werden stehende oder langsam fließende Gewässer bevorzugt. Dazu zählen flachere, von der Sonne beschienene Stillgewässer, wie kleine Teiche, auch Gartenteiche und Weiher. Diese sollten jedoch möglichst selten austrocknen.

Grasfrosch - © Hans Schwarting

Hier treffen die Tiere im Frühjahr (meistens zwischen Mitte und Ende März) ein. Die Männchen warten dann im Uferbereich, oder im seichten Wasser, auf die Weibchen. Zur Laichzeit kann der ‚Bräutigam‘ bläulich wirken, und mit einem Moorfrosch verwechselt werden. Die Vorderbeine der Männchen sind kräftig gebaut, da sie sich - mitunter mehrere Tage - auf dem Rücken der Weibchen festhalten.

Gefährdet wird diese Art – vor allem durch Intensivierung der Landwirtschaft. Pestizide werden bereits vom Laich oder den Larven aufgenommen. Auch das zunehmende Insektensterben geht nicht spurlos an den Fröschen vorüber. Zersiedlung und Wanderungen zwischen den Laichgewässern zu Sommer- und Winterquartieren, über Straßen, tun ein Übriges.

Weitere Informationen findet man hier.

03.01.2018 GRAUSPECHTE Termin verschoben

© Roland Tichai

Aufgrund der umgestürzten Bäume und dem ungewöhnlich stürmischen Wetter, wäre unsere beabsichtigte Exkursion ein großes Risiko gewesen. Später besserte sich mancherorts das Wetter; zumindest zeitweise. Roland Tichai ließ es sich nicht nehmen, unser heutiges Ziel zu besuchen. Folgendes ist uns entgangen.

Wir werden das Ganze im Februar nachholen. Schon heute die Frage: Gummistiefel oder Schneeschuhe?

Empfehlungen:

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06.01.2018 Seltene Fledermaus in Rodgau entdeckt

Wasserfledermaus - © Hans Schwarting

Anfang Januar befinden sich Fledermäuse eigentlich im tiefem Winterschlaf. Nicht so, bei einem Fund nahe des Rodgau Sees.

Eine aufmerksame Bürgerin beobachtete, dass seit einigen Tagen eine Fledermaus an ihrem Fensterrahmen hing. Die Tierfreundin setzte sich deshalb mit dem NABU in Verbindung. Als die beiden Rodgauer Fledermauskundler, Birgit Emig und Hans Schwarting kamen, war ihre Überraschung groß. Sie fanden eine weibliche Wasserfledermaus (Myotis daubentonii); eine Art, die dicht über Wasserflächen Insekten fängt. Möglicherweise war der nahe Rodgau-Badesee das Ziel ihrer nächtlichen Jagd. Oft liegen bei dieser Art, bis zu 10 km zwischen ihrem Ruhequartier und Jagdgebiet. Birgit Emig weiß zu berichten, dass Wasserfledermäuse die einzigen europäischen Fledermäuse sind, die gelegentlich - mit ihren großen Füßen - kleine Fischchen fangen können.

Fuß der Wasserfledermaus - © Hans Schwarting

 

Die NABU-Experten vermuten, dass das schwache Tier vom derzeit milden Klima im Winterschlaf geweckt wurde. Es ist nicht auszuschließen, dass sich eines ihrer traditionellen Quartiere in dort gefällten Bäumen befand, und jetzt nicht mehr vorhanden ist. Die entkräftete „Flatterdame“ wog nur 6,1 Gramm. Zum Überleben braucht sie jedoch zwischen sechs und zehn Gramm Körpergewicht. Inzwischen wird die nachtaktive Insektenfängerin mit Spezialfutter aufgepäppelt.

Wer Fledermäuse findet, kann sich gerne an das NABU-Fledermaus-Telefon unter 030-284 984 5000 wenden. Auch Meldungen an uns sind möglich.

14.12.2017 Schmetterlinge

Zackeneule und Tagpfauenauge - © Hans Schwarting

Viele Tiere deren Körpertemperatur sich der jeweils herrschenden Außentemperatur anpassen, suchen frostgeschützte Schlupfwinkel auf, und verbringen den Winter in einer Winterstarre. Auch Schmetterlinge und andere Insekten überleben so die kalte Jahreszeit. Der größte Teil unserer heimischen Schmetterlinge ist jedoch im Winter kaum zu entdecken, da sie als Ei, Raupe oder Puppe überwintern.

 

Bekannten Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral finden wettergeschützte Unterkünfte in Baumhöhlen oder Gebäuden, berichtet Hans Schwarting von der NABU-Gruppe Rodgau. Wenn Zimmer, Dachböden oder Kellerräume im Winter plötzlich beheizt werden, landen die Falter unweigerlich in einer „Wärmefalle“. Da die Umgebungstemperatur im Quartier ansteigt, stellt sich der Körper des Schmetterlings auf ‚Frühjahr‘ um. Der Falter beginnt umherzuflattern und verbraucht dabei sehr viel Energie. Da kein Blütennektar als Nahrung zu finden ist, verhungert der Schmetterling bereits nach kurzer Zeit. Deshalb sollte die Umgebungstemperatur in geeigneten Winterquartieren - dauerhaft - möglichst unter 12 Grad Celsius liegen.

 

Tagpfauenauge - © Hans Schwarting

„Findet man einen winterstarren Schmetterling auf dem Dachboden oder im Keller, so lässt man ihn dort am besten sitzen, sofern der Raum den Winter über kühl bleibt“, raten die Naturschützer. Sollte sich der Falter jedoch in einem beheizten Raum aufhalten, fängt man das Tier am besten - vorsichtig - ein und setzt es an einen kühlen und trockenen Ort. Gut geeignet sind frostsichere Keller, Garagen oder Schuppen. Wichtig ist, dem Schmetterling an den ersten warmen Frühlingstagen den Ausflug aus dem Winterquartier zu ermöglichen. Dazu reicht es aus, ein Fenster gekippt offen stehen zu lassen.

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