Vorsicht, die ersten Frösche sind unterwegs!

Grasfrosch_Rana temporaria / ©HansSchwarting

 NABU Rodgau bittet um Rücksichtnahme!

Das mildere Wetter hat dafür gesorgt, dass in Rodgau die jährliche Amphibienwanderung bereits begonnen hat. In Gartenteichen wurden die ersten Molche von Rodgaus Bürger*innen beobachtet. An einigen Straßen, wo sich die Wanderwege von Fröschen und Kröten kreuzen, sind die Tiere bereits zu den traditionellen Laichplätzen unterwegs. Doch bisher blieb der Ansturm der Amphibien weitgehend aus, da die Nächte zu kalt waren.

Um sich vor natürlichen Feinden zu schützen, wandern die Tiere bevorzugt während der Dunkelheit. Amphibien können ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln. Erst bei plus fünf Grad Celsius, besser noch bei zehn Grad Außentemperatur laufen sie los. Wenn es dann noch regnet und kein heftiger Wind weht, sind die Tiere auf dem Weg zu den Laichgewässern. Der größte Teil der wandernden Amphibien sind Erdkröten. Ihre innere Uhr sagt ihnen, dass es nun höchste Zeit für die Fortpflanzung ist. „Meist sind es Grasfrösche, die anderes als die Kröten, bereits an milden Wintertagen wandern, oder den Winter komplett im Teich verbrachten“, so NABU-Experte Rudolf Gathof. Bei feuchtem Wetter sind sie besonders gerne unterwegs, und müssen oftmals verkehrsreiche Straßen überqueren.

„Manchmal bleiben die Kröten sogar längere Zeit auf der warmen Fahrbahn sitzen und werden dann ein leichtes Opfer anrollender Autos“, erklärt Hans Schwarting vom NABU. Eine oft unterschätzte Gefahr sei zudem der Strömungsdruck der Fahrzeuge. Dieser Druck bringt ihre inneren Organe zum Platzen. Bei Geschwindigkeiten von über 30 Stundenkilometern würden auch Amphibien getötet, die am Straßenrand sitzen. In Nieder-Roden wurden schon die ersten Verkehrsopfer registriert.

Deshalb bitten Naturschützer die Autofahrer/Autofahrerinnen um besondere Rücksichtnahme.