Kröten wandern in den Frühling

Kröten wandern in den Frühling / © Hans Schwarting

 

Das frühlingshafte Wetter der letzten Tage lockte immer mehr Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartieren hervor. In den vergangenen sehr warmen Tagen war in Hessen mit den verstärkten Amphibien-Wanderungen zu rechnen. „In den nächsten Tagen wird es auch abends so warm, dass mehr und mehr Kröten aus ihren Winterverstecken kommen und zu ihren Laichgewässern laufen“, erklärte Andreas Pulwey. Seit der letzten Vorstandswahl leitet er die Ortsgruppe Rodgau zusammen mit Gerlinde Rapp und Richard Wenzel.

Der Naturschutzbund Rodgau (NABU) bittet deshalb Autofahrer, in der Dämmerung vorsichtig zu fahren und Rücksicht auf liebestrunkene Lurche zu nehmen. Überall wo Kröten, Frösche und Molche unterwegs sein könnten, sollte man auf Tempo 30 heruntergehen, um die Tiere nicht unnötig zu gefährden. Hinweisschilder an den Straßenrändern weisen auf Streckenabschnitte hin, in denen besonders viele Amphibien wandern.


Kalte und frostige Nächte halten Frösche und Kröten von ihrer Wanderung ab. Nun sind die Bedingungen aber günstig. Ab einer Temperatur von fünf Grad Celsius verlassen die wechselwarmen Tiere ihre Winterquartiere in der Abenddämmerung, und machen sich auf zur „Hochzeitswanderung“.

Besonders bei feuchtem Wetter sind sie unterwegs. Auf den bis zu zwei Kilometer langen Wanderungen müssen sie oftmals Straßen überqueren. Manchmal bleiben die Kröten sogar längere Zeit auf der warmen Fahrbahn sitzen und werden dann ein leichtes Opfer anrollender Autos. Eine oft unterschätzte Gefahr ist zudem der Strömungsdruck der Fahrzeuge. Bei Geschwindigkeiten von über 30 Stundenkilometern werden auch Amphibien getötet, die am Straßenrand sitzen. Der Strömungsdruck derAutos bringt ihre inneren Organe zum Platzen.

Um eine bessere Übersicht über die Amphibienwanderung in Hessen zu erhalten, ruft der NABU Hessen dazu auf, Funde von Kröten, Fröschen und Molchen zu melden. Alle Naturfreunde, die bei der Zählaktion mitmachen möchten, können ihre Beobachtungen online auf der Webseite:
www.nabu-naturgucker.de eintragen.
Je mehr Krötenfreunde mitmachen, desto genauer die Auswertungen der vorkommenden Arten.