NABU-Gruppe Rodgau empfiehlt Naturspaziergang

Erfolgreicher Dieb unterwegs

Beobachtung im Wildpark 'Alte Fasanerie'
 
Endlich ist es soweit. Hessische Bürger*innen dürfen wieder mit Kind und Kegel raus in unsere heimischen Zoos und Wildparks. Viele zieht es derzeit in den nahen Wildpark  ‚Alte Fasanerie‘ von Hanau-Klein-Auheim.
 

Marderhund und Graureiher / Alte FasanerieHanau
     Marderhund und Graureiher/Alte Fasanerie,Hanau / © H.Schwarting

 

So auch Rodgauer Bürger*innen, die Wildtiere (wenn auch eingesperrt) beobachten möchten. Bei einem gemütlichen Bummel, stets die Kamera in der Hand, konnte NABU-Mitglied Hans Schwarting beobachten, wie sich fünf Graureiher im Marderhund-Gehege aufhielten. Sie hatten nur ein Ziel, den Marderhunden ihr Fressen zu stibitzen, was auch einem Reiher bestens gelang. Unbemerkt an seinen Vogelkollegen vorbei geschlichen, ist ihm ein großer Fang gelungen. Ob er den großen Fleischbrocken auch fressen konnte, oder die Beute ‚im Hals stecken blieb‘ entzieht sich dem Beobachter. Der Vogel flog mit seiner üppigen Mahlzeit weg. Die ansonsten recht gefräßigen Marderhunde, hatte es irgendwie nicht interessiert. Sie zogen sich in ihr Quartier zurück oder dösten ein wenig.

 

      Graureiher/Alte Fasanerie,Hanau / © H.Schwarting

 


Unbekanntes am Wegesrand
 
Andreas Pulwey, Vorsitzender der NABU-Gruppe Rodgau, empfiehlt in diesen schwierigen Tagen, entspannende Spaziergänge in unserer heimischen Natur. Oft entdeckt man Unbekanntes oder gänzlich Neues, direkt am Wegesrand.
 
So auch Mitglied Hans Schwarting, der in diesen Tagen auf einen wenig bekannten Nachtfalter, den Nagelfleck (Aglia tau) aufmerksam wurde. Er rettete den ruhenden Schmetterling auf einem Parkplatz nahe Dudenhofen, und legte ihn behutsam auf einen Baumstamm am nahen Waldrand. Dort entspannte sich die Falter-Dame rund 1 ½ Stunden lang, um dann gemütlich in den nahen Wald zu gaukeln. Diese Schmetterlinge tragen auf jedem Flügel einen dunklen Augenfleck, der in der Mitte einen hellen, T-förmigen, "Nagelfleck" trägt. Sie leben bevorzugt in Laubwäldern mit hohem Buchenanteil.

Nagelfleck (Aglia tau), Gänsbrüh Rodgau / © HansSchwarting
Nagelfleck (Aglia tau) Gänsbrüh-Rodgau / ©Hans Schwarting


 
Ein paar Schritte weiter entdeckte er ein träumendes Zauneidechsen-Männchen (Lacerte agilis). Vor einem liegenden Baumstamm hatte es kurz zuvor um die Gunst eines Weibchens geworben. Ein Feldhase (Lepus europaeus), mitten auf dem Weg, schleicht sich vorsichtig ins Gebüsch.

Zauneidechse, Lacertaagilis, Gänsbrüh-Rodgau / © HansSchwarting
Zauneidechse (Lacertaagilis) Gänsbrüh-Rodgau / ©Hans Schwarting

 

Danach eine Überraschung im Dudenhöfer Forst: einen echten Blub, die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica)! Ein Schleimpilz der in seiner Lebensweise die Eigenschaften von Tieren und Pilzen gleichermaßen vereint, aber zu keiner der beiden Arten gehört. Das etwa 15 x 20 cm große Wesen ist sogar in der Lage sich fortzubewegen. Ach ja, bei seiner Recherche las der Naturschützer bei Wikipedia: „Die Plasmodien der Gelben Lohblüte werden in der Gegend von Veracruz in Mexiko gegrillt oder gebraten und als „caca de luna“ („Mondkacke“) als Delikatesse verzehrt„ Na ja, besser und gesünder ist es, den Pilz unserer heimischen Fauna zu belassen.

 

GelbeLohblte, Fuligo septica, Moos-Kifern-Wald, Rodgau / © HansSchwarting
Gelbe Lohblüte (Fuligo septica) Moos-Kiefern-Wald, Rodgau / ©Hans Schwarting

Zauneidechse/Eulengesicht_Kleines Nachtpfauenauge/Feldmaikäfer
Zauneidechse/Eulengesicht-Kleines Nachtpfauenauge/Feldmaikäfer/ ©Hans Schwarting

 

Rodgaus Naturschützer sind auch in diesen, vom Corona-Virus geprägten Ostertagen allein oder zu zweit unterwegs. NABU-Vorsitzender Andreas Pulwey empfiehlt, wer jetzt aufmerksam die Natur beobachtet, kann viele Frühlingsboten entdecken.
 
Bei den warmen Temperaturen sind zahlreiche, im Winter so arg vermisste Tierarten, wieder zurück. So konnte der inzwischen sehr selten gewordene Kiebitz umherfliegend beobachtet werden. Zurück aus Afrika, hat in Nieder-Roden der erste Kuckuck am 11. April (seinen eigenen Namen) gerufen. Am gleichen Tag sang die Nachtigall in Rollwald und in Dudenhofen stellten sich bereits Feld-Maikäfer ein. Schmetterlinge gaukeln überall in Wald und Flur. Eine besonders hübsche Art ist das Kleine Nachtpfauenauge, das in unserer Region nur selten gefunden wird. Seine Flügel ähneln einem Vogelgesicht, und sollen ihn so vor Fressfeinden schützen. Seit einiger Zeit zeigen sich, unten in der Vegetation, Zauneidechsen. Die Männchen haben ihr herrlich leuchtendes Prachtkleid angelegt.
 
Hans Schwarting von der NABU-Gruppe Rodgau empfiehlt, seine Naturerfassungen und -Bilder unter www.naturgucker.de einzustellen. Dort erhält man auch Bestimmungshilfen über persönlich nicht bekannte Arten. Darüber hinaus kann man eigene Beobachtungen, und seine Freude an der Natur, mit anderen Personen - ohne Gesundheitsrisiko - austauschen.

Fotos von ©Hans Schwarting

Corona-Virus aus dem Weg gehen, und Tiere und Pflanzen beobachten

Wer allein, zu zweit oder mit dem vierbeinigen Liebling seine Entspannung und Gesundheit in der Natur sucht, kann derzeit viel in Rodgaus Wald und Flur entdecken.

An manchem ungedüngten Ackerrand blüht der Wald-Gelbstern, auf sandigem Grund kann man das Frühlings-Greiskraut entdecken, und im Auen- oder Laubwald steht das Scharbockskraut in vollster Blüte. Auf sauren Böden, an Waldränder, Brachen und Ödflächen zeigt sich bereits das Wilde Stiefmütterchen. Erste Käfer sind ebenso unterwegs wie viele Wildbienen-Arten. Am Insekten-Hotel kämpfen Gehörnte Mauerbienen um den besten Platz, und auf Sandwegen bauen Weidensandbienen ihre kraterförmigen Nester. Darüber kreisen Wollschweber um ihre Eier abzulegen. Zahlreiche Schmetterlingsarten sind gaukelnd unterwegs. Auch Erdkröten sind auf dem Weg zu ihren angestammten Laichplätzen. Immer mehr Vögel kommen aus ihrem Winterquartier zurück. So erfreut in den letzten Tagen der herrliche Gesang der Mönchsgrasmücken. Die meisten Vogelarten können beim Nestbau und der Balz beobachtet werden.

NABU-Mitglied Hans Schwarting empfiehlt botanisch Interessierten die kostenlose App „Flora incognita“. Hier kann man mit dem Smartphone blühende Pflanzen fotografieren und erhält gleich die Arten-Bestimmung. Wer unter www.naturgucker.de seine Beobachtungen und Fotos dokumentieren möchte, kann dieses, vom NABU unterstützte Portal, kostenlos verwenden. Auch dort kann man seine Bilder aus Fauna und Flora einstellen, und erhält von interessierten Naturfreunden oft rasch eine Artenbestimmung. Unterstützend gibt es noch eine App wo man offline seine Beobachtungen eintragen kann.


Frühjahrs-Giftlorchel ©Hans Schwarting

Frühjahrs-Giftlorchel in Rodgau entdeckt

Wer in diesen Tagen spazieren geht, kann in Rodgaus Sandgebieten einen ungewöhnlich aussehenden Pilz entdecken: die Frühjahrs-Giftlorchel (Gyromitra esculenta); auch ‚Frühjahrslorchel‘ oder ‚Giftlorchel‘ genannt.

Mitglieder der NABU-Gruppe Rodgau fanden mehrere Exemplare am Rande eines Kiefernwaldes. Mit seinem hirnartig gewundenen Hut, der braune aber auch dunkelrötliche Farbtöne aufweist, ist er oftmals schwer zu entdecken. Der Pilz ist stark giftig. Die Fruchtkörper sind 5 bis 12 cm hoch und werden 5 bis 15 cm breit. Die Wülste und der Rand des teilweisen hohlen Hutes sind an mehreren Punkten mit dem Stiel verbunden. Das Fleisch wirkt wachsartig und brüchig. Frühjahrs-Giftlorcheln entwickeln sich recht früh im Jahr, von März bis Mai, und werden vor allem in den Sandgebieten des Flachlandes, jedoch auch auf Deponien mit Holzabfällen oder in Straßengräben, einzeln und gesellig angetroffen.
 
Wer diesen Pilz entdeckt, kann gerne seine Beobachtung unter www.naturgucker.de melden. NABU-Vorsitzende Gerlinde Rapp bittet um Unterstützung und meint: „so kann man unsere heimische Natur dokumentieren und für spätere Generationen erhalten.“

04.03.20120 GRAUSPECHTE am Bingenheimer Ried

25 Naturinteressierte ließen es sich nicht nehmen - bei Wind und Wetter - diesen Teil der Wetterau zu erkunden.

images/berichte/Berichte2020/GRAUSPECHTE2020/200304NABU-GRAUSPECHTE_Bingenheimer Ried/ © Hans Schwarting

Eindrucksvoll stellte uns Hanns-Jürgen Roland seine ‚natürliche‘ Heimat vor.Vielen Dank für die exzellente Führung, Hintergrund-Informationen und Artenkenntnis. Es war für alle ein sehr informativer und artenreicher Tag. Nochmals herzlichen Dank, auch an Uschi Roland

 

 

 

 

 

 

 

NABU-GRAUSPECHTE_Bingenheimer Ried/ ©Hans Schwarting

 

NABU-GRAUSPECHTE_Bingenheimer Ried/ ©Fiona Morrison

 

In der ‚Bordküche‘ des Flugplatzes Reichelsheim klappte alles prompt; mit einem herrlichen Ausblick auf die Vogelwelt. Hanns-Jürgen stellte sein Buch über das ‚Bingenheimer Ried‘ vor. Den Erlös des Buchverkaufs spendete der engagierte Naturschützer an Naturschutzorganisationen. Auch hierfür herzlichen Dank.

NABU-GRAUSPECHTE_Bingenheimer Ried/ ©Birgit Emig

 

Nach dem Mittagessen spendete Reinhard Geppert einen selbstproduzierten Bio-Hagebutten-Zaubertrank, welcher die Gruppe bestens motivierte. Vielen Dank an Reinhard. Am Nachmittag wurde noch ein erfolgreiches Kiebitz-Schutzprojekt vorgestellt. Einige nutzten die Gelegenheit, sich bei zufällig anwesenden Arbeitern über Details zu informieren.

Zum Abschluss, wurde Im Naturschutzgebiet ‚Mähried bei Staden‘ noch ein sehr frühes Pärchen Schwarzkehlchen entdeckt.

Unsere Beobachtungen und Bilder findet man hier:

Bingenheimer Ried: https://naturgucker.de/natur_.dll/?gebiet=1240632987

Flugplatz Reichelsheim: https://naturgucker.de/natur_.dll/?gebiet=-541272482

Feldflur nordwestlich Staden: https://naturgucker.de/natur_.dll/?gebiet=-861515086

 

NABU Winterwanderung „ … über die Dudenhöfer Düne“

Winterwanderung 2020 / Andreas Pulwey

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Winterwanderung 2020 / © Andreas Pulwey

Die Winterwanderung des NABU-Rodgau führte am Sonntag, den 05.01.2020, mit einer Länge von ca. 4 km über die „Dudenhöfer Düne“ und angrenzende Flächen. Klaus Benedickt und Josef Lach vom NABU Rodgau informierten 25 interessierte Teilnehmer über die besondere ökologische Bedeutung des Landschaftstyps „offene Binnendüne“. Die Sandfläche ist ein Relikt der nacheiszeitlichen Landschaft in der unteren Mainebene und durch Flugsandablagerungen der letzten 500.000 Jahre entstanden. Sie ist gegenüber weiten Flächen dieser Region noch nahezu ursprünglich erhalten.

Ein in den 80-er Jahren nicht durchgeführtes Bauvorhaben rettete die Dünenlandschaft vor der Zerstörung. Natürliche Sandflächen, insbesondere im Binnenland, sind die am stärksten vom Rückgang durch Flächenversiegelung, land-wirtschaftliche Nutzung und Abbau von Rohstoffen betroffenen Landschaftstypen. In Hessen gibt es noch 32 dieser Gebiete, vorwiegend in der Rhein-Main-Region.

Das Flora-Fauna-Habitat (FFH-Gebiet) Dudenhöfer Düne (östlich der S-Bahnstrecke) ist eines der wenigen Biotope am direkten Siedlungsrand, das dem gesetzlichen Schutz zum Erhalt seiner Artenvielfalt unterliegt. Die europäische Naturschutzrichtlinie bindet die FFH-Gebiete in das Natura 2000-Konzept ein, welches eine Vernetzung von typischen Naturlandschaften zum Ziel hat.

Hier prägen Sandmagerrasen und Sandheide, durchsetzt mit Bauminseln, das Bild der Vegetation. Kleinräumige Streuobstwiesen am nördlichen und südlichen Rand sorgen für ein „noch“ abwechslungsreiches Landschaftsbild. Josef Lach beschrieb die Landschaft zur Zeit vor der Siedlungserweiterung der angrenzenden Ortsteile, die von Kiefernwald, Feuchtwiesen und Ackerland geprägt war. Der nährstoffarme Boden bietet vorwiegend trockenheitsliebenden Pflanzen wie Sandnelke, Silbergras, Sandmohn und Heidekraut den erforderlichen Lebensraum.

Angelockt von den Blühpflanzen, stellen sich in der Vegetationszeit Insekten und Käfer wie Kreiselwespe, Walker, Sanddünenläufer und Stierkäfer ein. Sandnelke und Silbergras sowie die genannten Insekten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Hessen RL Stufe 3). Artenkenner des NABU-Rodgau konnten interessante Details zu den Flächenbewohnern beitragen. Auf Interesse der Teilnehmer stieß die Pflege der Sandheide- und Sandrasenflächen. Die kürzlich erfolgte Mahd der Fläche war deutlich zu erkennen. Regelmäßige Beweidung nach der Blütezeit durch Schafe sowie Mähen im Herbst, tragen wesentlich zur Erhaltung der offenen Landschaft und der nährstoffarmen Böden bei. Auch maschinelle Arbeit in Form von Gehölzreduktion oder Oberflächenabschabungen können die Sekundärsuczession von nicht standorttypischen Bäumen und Büschen (Traubenkirsche, Robinie, Zitterpappel) verhindern. Düngung und chemischer Pflanzenschutz sind selbstverständlichnicht erlaubt. Trotz der intensiven Siedlungserweiterungen am Rand, dem Ausbau der S-Bahnstrecke sowie der Freizeitfunktion kann der Artenschutz hier erfolgreich betrieben werden.

Winterwanderung 2020 / © Andreas Pulwey

Ein anderes Bild der Dünenlandschaft konnten die Teilnehmer auf der Westseite der S-Bahnstrecke wahrnehmen. Hier ist die Sanddüne von geschlossenem Baumbestand und Waldwiesen geprägt. Allerdings erfährt man in diesem Bereich das Relief der Düne intensiver; beim Gang durch den Wald konnten die größeren Höhenunterschiede wahrgenommen werden. Kleine Flächen von rotem Heidekraut breiten sich am Waldrand aus. Einige angrenzende Brachflächen sind noch vollständig vom abgestorbenen Kraut der kanadischen Goldrute, Königskerze und wilder Malve bestanden. Hier kamen insbesondere Fragen zur Förderung der Insektenvielfalt auf. Ein anwesender Imker plädierte für das Anlegen weiterer Blühflächen. Hingewiesen wurde aber auch auf die Möglichkeit, dass jeder Gartenbesitzer etwas für den Insektenschutz tun kann, sei es durch die teilweise Umgestaltung des Gartens in eine naturnahe Fläche.Das Thema konnte, erwartungsgemäß, nicht erschöpfend diskutiert werden.

Deutlich wurde die rege Begehung des Arelas durch Hundebesitzer, die die am Westrand ausgewiesene Hundelaufwiese aufsuchen. So nutzen Hunde die Wiese und streunen nicht unkontrolliert in dem Waldgebiet umher. Wenn auch die Tier- und Vogelwelt wenig Beobachtungsmöglichkeiten boten, so war das Erlebnis Dünenwanderung für etliche Teilnehmer ein neues. So nah am Wohnort wurde bisher diese Landschaft nur von wenigen wahrgenommen. Dass kleinräumige Schutzgebiete auch im dicht besiedelten Raum eine Überlebenschance haben,konnte naturnah erfahren werden.

Den Abschluss der Wanderung bildete die Einkehr in der Bahnhofsgasstätte Niederroden bei der die „Fachgespräche“ lebhaft fortgeführt wurden. Die Reihe der Naturwanderungen des NABU Rodgau wird am 19. Mai in Form einer Abendwanderung fortgesetzt. Auch hier sollen siedlungsnahe Kleinbiotope erkundet und zudem der abendlichen Vogelwelt gelauscht werden.

Wanderstrecke und Treffpunkt werden zeitnah in der Presse und auf der Internetseite des NABURodgau bekannt gegeben.


05.02.2020 GRAUSPECHTE im Hessischen Ried

Blässgänse_Hessisches Ried / ©Roland Tichai

Blässgänse_Hessisches Ried / ©Roland Tichai

Bei tollem Sonnenschein erlebten 18 Exkursionsteilnehmer*innen einen unvergesslichen Tag im „Hessischen Ried“. Roland Tichai, dem wir an dieser Stelle nochmals ganz herzlich danken, hatte alle infrage kommenden Vogelarten bestellt, und sie haben sich bestens präsentiert. Runde 2000 Gänse, darunter Tundra-Saat- und Blässgänse, Wanderfalke, Kornweihe, Kolbenente, Schellenten, Turmfalke, Rehe usw.

 

 

 

 

 

 

 

 Mittagessen in der Gaststätte des ASV Trebur 1933 / ©Roland Tichai

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittagessen in der Gaststätte des ASV Trebur 1933 / ©Roland Tichai

Auch die Bewirtung in der Gaststätte wurde sehr gelobt: schnell, sehr lecker und günstig. Die gute Laune der Teilnehmerinnen und Teilnehmer führte dazu, dass man die Köchin „hochleben“ lies. Am Nachmittag folgten weitere Beobachtungen an einem Kies-See. Man war sich einig darüber, dass man diese Exkursion im kommenden Jahr wiederholen sollte.

 

 

08.01.2020 Exkursion der GRAUSPECHTE zur Fischerzunft Seligenstadt

Zu Gast bei der Fischerzunft Seligenstadt / ©Hans Schwarting

Seit nunmehr 15 Jahren treffen sich die NABU-GRAUSPECHTE (vorwiegend naturinteressierte Senioren*innen) zu monatlichen Exkursionen in die Natur. Zu Gast bei der Fischerzunft Seligenstad. Regelmäßig, am ersten Mittwoch eines Monats,trifft man sich in Rodgau zu gemeinsamenNaturbeobachtungen. Die heimische Fauna und Flora steht im Mittelpunkt der Exkursionen.

Zu Gast bei der Fischerzunft Seligenstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einblick in die Forellenzucht / ©Hans Schwarting

Das Jahr 2020 begann - ausnahmsweise am 8. Januar - mit Beobachtungen von überwinternden Vogelgästen. 34 interessierte Naturbeobachter*innen starteten am ‚Alten Fähranleger‘ in Hainburg Klein-Krotzenburg. Dort wurden rastende Vögel entdeckt, die trotz ihrer Verletzungen seit Jahren ungeschützt überleben. Mit Fernglas und Kameras ausgerüstet, ging es mainaufwärts. Dabei konnten u. a. Eisvogel und Gänsesäger,  beobachtet werden. Auf den Wiesen überwinterten hunderte Kanada- Grau- und Nilgänse.

Danach wurde die Gruppe von der Fischerzunft Seligenstadt bestens verwöhnt. Ein besonders dickes Lob gab es für deren herzliche Gastfreundschaft, Engagement und dem hervorragenden Zanderfilet. Die beiden Zunftmeister Henrik Beyke (Seligenstadt) und Hermann Adam (Steinheim) vermittelten den aufmerksamen Zuhörer*innen viel Wissenswertes über Fischerzünfte, Veränderungen der Wasserqualität und den Fischen des Mains. Mit Gesangseinlagen bereicherte Hans Bender das gesellige Beisammensein. Am Nachmittag folgte ein Einblick in die Forellenzucht von Rainer Burkard. Das Zunftmitglied stellte die Anlage vor, und informierte über Zucht, Arten und dessen hohen handwerklichen Qualitätsansprüche.

 

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