6.11. 2019 NABU-GRAUSPECHTE 'Exkursion Vogelzug und Rastplätze' Hergershäuser Wiesen

14 Personen besuchten die von Hildegard Jacob und Rudi Heckwolf bestens organisierte Exkursion. Herzlichen Dank an die beiden.

Dank dem Engagement der NABU-Gruppe Münster, lernten wir einen hervorragend betreuten Biotop kennen. Die fachlichen Erläuterungen von Hildegard und Rudi waren beeindruckend. Das gilt auch für die - mit viel ehrenamtlichem Fleiß erstellte und bestens ausgebaute - Vogel-Beobachtungshütte und Hildegards bebilderte Info-Tafeln.

Vogelbeobachtungshütte  /© Annegret Böhm
Vogelbeobachtungshütte / © Annegret Böhm

Neben zahlreichen Vogelarten wurde ein Biberdamm, verschiedene Raupen und Brutröhren vom Stierkäfer entdeckt. Martin Schroth informierte über dessen Verhalten. Vielen Dank an alle die mit ihren Beobachtungen und Kenntnissen zum Gelingen der Exkursion beigetragen haben.

 

Biber (Castor fiber) / © Hans SchwartingStierkferbau (Typhaeus typhoeus) / © K. Benedickt
Blässhuhn (Fulica atra) / © K. Benedickt                                       Stierkäferbau (Typhaeus typhoeus) / © K. Benedickt                  Biberdamm (Castor fiber) / © Hans Schwarting

Herbstputz 2019


Herbstputz 2019 / © A. Pulwey

Der geschäftsführende Vorstand sammelte im Rahmen der Aktion Herbstputz 2019 achtlos weggeworfenen Müll rund um den Bahnhof Weiskirchen. Besonders
an den Kleingartenanlagen kamen Gartenstühle und Plastikteile zum Vorschein. Vieles holten die Aktiven aus den Büschen. Manches mag auch der Wind dorthin getragen haben, aber Frühstücks- und Snackverpackungen säumten leider - sicherlich häufig achtlos weggeworfen - den Weg Richtung Bahnhof. In Richtung Friedhof gehörten Teppiche zu den größten "Fundstücken".

 

Neuankömmlinge auch in Rodgau

Paarung_Amerikanische Zapfenwanze / ©HansSchwarting
Paarung Amerikanische Zapfenwanze / ©Hans Schwarting

 

Immer häufiger berichten aufmerksame Naturfreunde der NABU-Gruppe Rodgau, von einem bisher unbekannten Insekt, mit langenFühlern und einerKörperlänge von 15 bis 20 Millimeter. Es handelt sich dabei um die vergleichsweise große, recht auffällige Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis).
Amerikanische Kiefernwanze

Die ursprüngliche Heimat der Zapfenwanze umfasst den Westen Nordamerikas, westlich der Rocky Mountains. Durch Verschleppung und eigene Ausbreitung hat sich die Art in USA (erst seit Mitte der 1950er Jahre) zunächst bis an die Ostküste ausgedehnt. Sie wurde erstmals 1999 in Europa nachgewiesen und hat sich seitdem bis nach Rodgau ausgebreitet. Selbst Beobachtungen von der S-Bahnstation ‚Rollwald‘ oder auf Rodgaus Balkonen wurden gemeldet.

Die Tiere sind völlig harmlos. Wirtschaftliche Schäden wurden bisher weder aus Nordamerika noch aus Europa bekannt.

Zur Überwinterung suchen die rotbraunen ‚Krabbler‘ geschützte Bereiche wie Greifvogelnester, Hohlstellen unter Baumrinde oder Gebäude auf. Unsere Aufnahmen zeigen eine Paarung, die nahe der Kies- und Sandgrube von Dudenhofen, in einem Fledermauskasten entdeckt wurde.

Rückblick - Apfelkelterfest NABU - Rodgau

Apfelkelterfest 2019 / © Andreas Pulwey

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Apfelkelterfest2019 / © A. Pulwey

 

Wir vom NABU Rodgau bedanken und bei allen Gästen des Kelterfestes. Bei den trüben Wetteraussichten machten wir uns schon Tage vorher Gedanken, wer von Ihnen den Weg zu uns finden wird. Wir waren sehr froh, dass unsere Arbeit von Ihnen gewürdigt wurde.

 Den 3.Oktober haben wir uns rot im Kalender angestrichen. Am Tag der deutschen Einheit feiert unser Verein jährlich sein Apfelkelterfest. Wenn der frische Saft aus der Kelter rinnt, zaubert es jedes Mal ein Lächeln auf die Gesichter der Genießer. Besonders für Kinder war der süße Geschmack wieder ein besonderes Erlebnis. Alle Äpfel stammten aus Bio-Anbau, ungespritzt und frisch geerntet, vitaminreicher ging es nicht.

Apfelkelterfest 2019 / © Andreas Pulwey

 Apfelkelterfest 2019 mit den NABU-Kids / © A. Böhm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Apfelkelterfest2019 / © A. Pulwey                                                             Apfelkelterfest mit den NABU -Kids 2019 / © A. Böhm

                                                                                

 

Missbildung bei Fledermaus

Missgeburt_Mueckenfledermaus / © HansSchwarting / Birgit Emig

 

In diesen Tagen konnten Fledermauskundler der NABU-Gruppe Rodgau eine total entstellte Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) fotografisch dokumentieren. Ein Nasenloch befand sich in Höhe einer fehlenden Oberlippe (‚Hasenscharte‘), ein Auge fehlte und der Rachenbereich war ebenfalls deformiert. Nun fragen sich die besorgten Naturschützer, ob auch diese ungewöhnliche Beobachtung die Folge von Umwelteinflüssen ist. Da solche Tiere in der Natur schnell elendig verenden, gibt es bundesweit wohl kaum weitere Nachweise.

 

 

 

 

 

 

 

 

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