Erste Rodgauer Fledermausnacht war ein voller Erfolg
![]() © Andreas Pulwey |
Das europäische Jahr der Fledermaus beging der
Naturschutzbund Rodgau (NABU) mit seinem ersten Fledermausfest. Neben
Informationen rund um die Kobolde der Nacht, ehrte der Verein Bürger für
deren Fledermausfreundlichkeit, und bot den Gästen tierische Exponate.
Bei dem Regenwetter hielten sich die niedlichen
Flatter-männer mit ihren Aktivitäten zurück. Da die fliegenden
Säugetiere bei kühler Witterung deutlich weniger intensiv auf Beutezug
gehen, fiel die nächtliche Exkursion mit dem
Bat-Detektor (Gerät zur Visualisierung der Ultra-schallrufe der
Fledermäuse) ins Wasser. Trotzdem war die erste Fledermausnacht der Rodgauer
Naturschützer ein voller Erfolg. 50 Gäste begrüßte der 570 Mitglieder
zählende Verein bei der Premiere dieser Veranstaltung. Ganz zu Beginn
durfte der Experte des Klubs, Hans Schwarting, den Besuchern die
Fledermaus-Behausungen entlang des Waldrandes näher bringen. Und prompt
bot sich ein Anschauungsobjekt in Form einer Mückenfledermaus, die in
einem speziellen Kasten den Tag verschlief. Zurück am Vereinsheim „Vogelhütte“, zog Hannes die
Blicke auf sich. Hannes ist eine nach einem Unfall flugunfähige
Zwergfeldermaus, die bei einer Tierpflegerin aufgepeppelt wird. Dass Hannes keine vampirähnlichen Reißzähne hat, das
erklärte Hans Schwarting im Theorieteil der Veranstaltung. Blutsaugende
Fledermäuse sind nur in Südamerika beheimatet. Sie werden Vampire
genannt. Die 14 hiesigen Arten fangen ihre Nahrung (meistens Insekten)
beim nächtlichen Flug durch ihre Ultraschallortung.
Auch wenn europäische Fledermäuse keine Blutsauger sind,
fanden trotzdem die Blut-Burger, produziert auf dem Holzkohlegrill,
reißenden Absatz bei den jugendlichen Gästen.
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Werner Kremeier (links) als Vertreter des Magistrats überreichte den
Fengels nicht nur die Auszeichnung, sondern überbrachte auch eine städtische
Zuweisung von 250 Euro an den Rodgauer NABU. Der Betrag entstammt einer
Zuwendung der Sparkasse Dieburg zur Förder-ung kultureller, sportlicher und
gemeinnütziger Aktivitäten. |
Dass Fledermäuse viel mehr Freunde haben als gedacht, bewies Familie Fengel
aus Dudenhofen. In der Uhlandstraße werden die fliegenden Säuger nicht
vertrieben, sondern können sich am Dach beruhigt ihr Tagquartier suchen. Der
Nabu-Landesverband bedankte sich mit der Plakette „Fledermausfreundliches
Haus“. Gut zwei Dutzend Familien gibt es im Kreis Offenbach offiziell, die
die Tiere in oder an ihrem Haus dulden. Hessenweit sind es gut 500. |