NABU-Gelände im Spätsommer - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Frühling - © A. Böhm
NABU-Gelände bei der Apfelweinprämierung - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Hans Schwarting
NABU-Gelände im Herbst - © A. Böhm

Alle Veranstaltungen der NABU-Rodgau bis auf Weiteres abgesagt!

Fotos von ©Hans Schwarting

NABU-Gruppe Rodgau empfiehlt Naturspaziergang

 

Corona-Virus aus dem Weg gehen, und Tiere und Pflanzen beobachten.

Wer allein, zu zweit oder mit dem vierbeinigen Liebling seine Entspannung und Gesundheit in der Natur sucht, kann derzeit viel in Rodgaus Wald und Flur entdecken.

An manchem ungedüngten Ackerrand blüht der Wald-Gelbstern, auf sandigem Grund kann man das Frühlings-Greiskraut entdecken, und im Auen- oder Laubwald steht das Scharbockskraut in vollster Blüte. Auf sauren Böden, an Waldränder, Brachen und Ödflächen zeigt sich bereits das Wilde Stiefmütterchen. Erste Käfer sind ebenso unterwegs wie viele Wildbienen-Arten. Am Insekten-Hotel kämpfen Gehörnte Mauerbienen um den besten Platz, und auf Sandwegen bauen Weidensandbienen ihre kraterförmigen Nester. Darüber kreisen Wollschweber um ihre Eier abzulegen. Zahlreiche Schmetterlingsarten sind gaukelnd unterwegs. Auch Erdkröten sind auf dem Weg zu ihren angestammten Laichplätzen. Immer mehr Vögel kommen aus ihrem Winterquartier zurück. So erfreut in den letzten Tagen der herrliche Gesang der Mönchsgrasmücken. Die meisten Vogelarten können beim Nestbau und der Balz beobachtet werden.

NABU-Mitglied Hans Schwarting empfiehlt botanisch Interessierten die kostenlose App „Flora incognita“. Hier kann man mit dem Smartphone blühende Pflanzen fotografieren und erhält gleich die Arten-Bestimmung. Wer unter www.naturgucker.de seine Beobachtungen und Fotos dokumentieren möchte, kann dieses, vom NABU unterstützte Portal, kostenlos verwenden. Auch dort kann man seine Bilder aus Fauna und Flora einstellen, und erhält von interessierten Naturfreunden oft rasch eine Artenbestimmung. Unterstützend gibt es noch eine App wo man offline seine Beobachtungen eintragen kann.


Frühjahrs-Giftlorchel ©Hans Schwarting

Frühjahrs-Giftlorchel in Rodgau entdeckt

Wer in diesen Tagen spazieren geht, kann in Rodgaus Sandgebieten einen ungewöhnlich aussehenden Pilz entdecken: die Frühjahrs-Giftlorchel (Gyromitra esculenta); auch ‚Frühjahrslorchel‘ oder ‚Giftlorchel‘ genannt.

Mitglieder der NABU-Gruppe Rodgau fanden mehrere Exemplare am Rande eines Kiefernwaldes. Mit seinem hirnartig gewundenen Hut, der braune aber auch dunkelrötliche Farbtöne aufweist, ist er oftmals schwer zu entdecken. Der Pilz ist stark giftig. Die Fruchtkörper sind 5 bis 12 cm hoch und werden 5 bis 15 cm breit. Die Wülste und der Rand des teilweisen hohlen Hutes sind an mehreren Punkten mit dem Stiel verbunden. Das Fleisch wirkt wachsartig und brüchig. Frühjahrs-Giftlorcheln entwickeln sich recht früh im Jahr, von März bis Mai, und werden vor allem in den Sandgebieten des Flachlandes, jedoch auch auf Deponien mit Holzabfällen oder in Straßengräben, einzeln und gesellig angetroffen.
 
Wer diesen Pilz entdeckt, kann gerne seine Beobachtung unter www.naturgucker.de melden. NABU-Vorsitzende Gerlinde Rapp bittet um Unterstützung und meint: „so kann man unsere heimische Natur dokumentieren und für spätere Generationen erhalten.“

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Hilfreiche Links:

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