NABU-Gelände im Spätsommer - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Frühling - © A. Böhm
NABU-Gelände bei der Apfelweinprämierung - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Hans Schwarting
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Heike Koslov

Fledermäuse auf dem Weg zum Winterschlaf

Zwergfledermaus / Mückenfledermaus / Pipistrellus pipistrellus pygmaeus / © Hans Schwarting

 

Fledermauskundler der NABU-Gruppe Rodgau beobachten derzeit, dass sich unsere heimischen Fledermäuse auf den Weg in ihre Winterquartiere vorbereiten. Doch bevor sich die sympathischen „Kobolde der Nacht“ in den Winterschlaf begeben, wird (jetzt im Herbst) erst einmal Hochzeit gemacht. Die eigentliche Befruchtung findet im kommenden Frühjahr statt; dann, wenn es wieder genügend Insekten-Nahrung gibt. Unser Foto zeigt Zwergfledermäuse, die sich jetzt im Herbst, in einem Fledermauskasten aufhalten.

Die Winterquartiere, dieser nützlichen Insektenjäger, befinden sich zumeist in Gebäude-Spalten, Höhlen, Felsspalten, Tunneln und Kellern. Alle Quartiere sind streng geschützt. Auf dem Weg dorthin, sind sie besonders von Windkraftanlagen bedroht. Zwergfledermäuse zählen mit einem Anteil von 21 % zu den am stärksten betroffenen Opfern solcher (naturfreundlichen?) Anlagen.

 

Seltener Stierkäfer im Rollwald gefunden

Stierkäfer-Typhaeus typhoeus / © Hans Schwarting
Eingangbau Stierkäfer-Typhaeus typhoeus,
Kies und Sandgrube Rodgau / © Hans Schwarting

 

 

 

 

 

Eigentlich bewohnen Stierkäfer (Typhaeus typhoeus) sandige Böden in lichten Kiefernwäldern oder sandigen Heideflächen.  Doch in diesen Oktober-Tagen fanden Naturschützer der NABU-Gruppe Rodgau ein männliches Exemplar dieser Kerbtiere direkt vor ihrer Haustüre in Rodgau-Rollwald. Eine Laune der Natur?

NABU-Mitglied Hans Schwarting weiß zu berichten, dass diese - inzwischen selten gewordenen Käfer – z. Bsp. im Bereich der Kies- und Sandgrube von Dudenhofen vorkommen. Dort findet man ihre offenen, kreisrunden (etwa 10 Millimeter) kleinen Eingänge zu hügelähnlichen Wohn- und Brutkammern an vegetationsfreien sandigen Stellen; oft zwischen Heidekraut. Erwachsenen Käfer werden selten gefunden. Die Käfer ernähren sich vom Kot pflanzenfressender Tiere; unter anderem Kaninchen, Schafen oder Rehen. Diese Voraussetzungen sind aber in der eng bebauten, versiegelten Wohnanlage Rollwalds nicht vorhanden. Rodgaus Naturschützer weisen darauf hin, dass Stierkäfer - bei flüchtiger Betrachtung mistkäfer-ähnliche kleine Krabbler - in ganz Deutschland unter Naturschutz stehen.


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