NABU Rodgau plant Jugendgruppe

Wir blicken auf das Jahr 2020 zurück

Turmfalke am Wasserturm-Jügesheim

TurmfalkeTurmfalke / ©Andreas Pulwey

 

 

 

 

 

 

 

In der Tierwelt haben sich einige Arten die Kulturgüter der Menschheit zunutze gemacht, und haben dort Lebensraum gefunden, wo der Mensch stark in die Gestaltung dieses Planeten eingegriffen hat. Zu diesen Kulturfolgern gehört auch der Turmfalke, der seit Jahren regelmäßig im Wasserturm brütet.

 

NABUEulenbrutkasten / ©Kevin Dahinten

 

 

 

Damit die Vogelart, die sonst gerne in der Höhe und auf Gestein seine Jungen aufzieht auch im Wasserturm heimisch werden kann, wurde dort vor vielen Jahren ein Eulenkasten aufgehängt. Eulenbruten sind dem NABU allerdings nicht bekannt. Seit einigen Jahren schauen mit Peter Leckebusch und Andreas Pulwey zwei Ehrenamtliche jedes Jahr nach dem Bruterfolg. Dieses Jahr (2020) waren keine Eierschalen zu finden, auch keine Verdauungsreste, somit wählten die Tiere wohl einen anderen Standort für die Brut.

 

WespennestWespennest / ©Andreas PulweyLediglich ein kleines Wespenvolk war in den Holzkasten eingezogen. Da diese Insekten im Herbst sterben, nahm der NABU das Nest heraus und kehrte den Kasten kurz aus. Dieses Jahr halfen unsere beiden tüchtigen Mitstreiter des Bundesfreiwilligendiensts bei der Reinigungsaktion.

 

 

 

 

 

 

 

 


"Wo sind die Vögel?"
Die Sorge um das Ausbleiben von Amsel, Blaumeise und Co. im Umfeld von Haus und Garten in den Wintermonaten erreicht uns hin und wieder.

Blaumeise 10BlaumeiseNach den Übersichten zur Bestandssituation der Vögel in Deutschland (Gerlach, B., R. et al. 2019) ist zumindest bundesweit nicht davon auszugehen, dass Amsel und Blaumeise einen negativen Bestandstrend haben. Im 12-jährigen Trend haben beide Arten sogar zugenommen, obwohl es bei der Amsel regionale Verluste durch den Usutu-Virus und bei der Blaumeise lokale Probleme durch ein spezifisches Bakterium (Suttonella ornithocola) gab. Ich gehe vielmehr davon aus, dass sich die Vögel weiter im Raum verteilen. Sie finden vielerorts noch reichlich Nahrung und sind nicht auf Futterstellen angewiesen. Außerdem ziehen auch Teile "unserer" Amsel- und Meisenpopulationen in wärmere Gefilde ab. Dadurch entsteht womöglich erstmal ein "Vakuum" und es dauert einige Zeit bis wir den Zuzug von z.B. Meisen aus dem Norden oder Nordosten feststellen können. Der Fang und die wissenschaftliche Beringung von Kleinvögeln auf dem Gelände der VSW (Staatliche Vogelschutzwarte) bestätigt dies. "Unsere" Blaumeisen ziehen im Winter zum Teil ab und werden von Zuzüglern ersetzt. Sogar Blaumeisen, die in Moskau beringt wurden, konnten wir auf dem Gelände der VSW feststellen.

 

Grünfink Beate Seelmann EggebertGrünfink / ©Beate_Seelmann-EggebertBei dem Grünfink sieht es etwas anders aus. Hier gibt es tatsächlich merkliche Bestandsabnahmen, die bereits über zwei Jahrzehnte festgestellt werden.
Zur Förderung unserer Wintergartenvögel sollten wir immer darauf hinweisen, dass wir den Arten sehr mit der Gartengestaltung helfen können. Die einfache Formel lautet: je mehr Naturnähe umso mehr Vögel!

i. A. Martin Hormann
Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Institut für angewandte Vogelkunde

 

 

 


Kuschelhöhlen für Winterschläfer

Rolf Jantz www.naturgucker.deIgel_wwwnaturgucker.de / ©Rolf Jantz

Winterquartiere für Säugetiere im Garten

Kleine Säugetiere verbringen ihren Winterschlaf gerne in unseren Gärten. Eine naturnahe Gestaltung und etwas Unordnung helfen den Tieren schon sehr. Durch einfache Maßnahmen ermöglichen wir den kleinen Winterschläfern einen ruhigen Winter und einen guten Start ins nächste Frühjahr.

Igel brauchen verschiedene Lebensräume, um gut über das Jahr zu kommen: Wiesen, Feldraine, Gebüsche, aber auch Laubhaufen und Totholz beherbergen viele Leckerbissen und bieten dem Stacheltier eine kuschelige Höhle, gerade in der kalten Jahreszeit. Da es auf Feldern und Wiesen davon jedoch immer weniger gibt, ist es für den Igel schwierig, bis Mitte November richtig satt zu werden und sich anschließend in Laub und Reisig für den Winter sicher einzuigeln. Dieser Mangel in der
Kulturlandschaft lässt die Igel vielerorts in Gärten und Parks flüchten. Mittlerweile sind aber auch diese oft viel zu aufgeräumt, bieten zu wenig Nahrung und sind dadurch für den Igel ungeeignet.
Mitte November begeben sich Igel auf die Suche nach einem Winterquartier, um es sich dort für die nächsten vier bis fünf Monate gemütlich zu machen. Wie alle winterschlafenden Tiere vollbringen Igel dabei eine große Leistung, so schaffen sie es, ihre Körperfunktionen über einen langen Zeitraum fast gänzlich zurückzufahren, weshalb sie auf keinen Fall gestört werden sollten. Ab und an erwachen sie kurz und schlafen dann aber gleich weiter. Das Ganze kostet jede Menge Energie. Ein sicheres Quartier ist also enorm wichtig. Ein naturnaher Garten bietet viel Nahrung und viele geschützte Ecken.

So helfen wir dem Igel im Garten über den Winter:
1. Futter fürs Winterpolster: Insektenfreundliche, heimische Pflanzen, ein Totholz- oder Reisighaufen, Fallobst und ein paar Beeren oder auch ein Komposthaufen bieten ein reichhaltiges Futterangebot zum satt fressen. Mehr dazu hier.
2. Giftfreier Garten: Unkrautvernichter und andere Gifte nimmt der Igel über die Nahrung auf und verendet daran. Verzichten Sie deshalb auf Pestizide und nutzen Sie natürliche Alternativen. Mehr dazu hier.
3. Unterschlupf bieten: Hecken, Gebüsche, Steinhaufen, Trockenmauern, Laubhaufen und Unterholz bieten einen sicheren Ort zum Einigeln. Auch ein gezimmertes Igelhaus eignet sich gut als Unterschlupf.So baut man ein Igelhaus selbst
4. Eintritt in den Garten ermöglichen: Kleine Schlupflöcher im Gartenzaun erlauben das Wandern des Igels. So findet er den Weg zum angebotenen Quartier.
5. Bitte nicht stören: Igel wollen während des Winterschlafs nicht gestört werden. Menschen und auch Hunde sollten sich am besten fern halten und das kleine Stacheltier ganz in Ruhe lassen.
Mehr Infos finden Sie unter www.nabu.de


 

Weitere Informationen:

200304 032 NABU GRAUSPECHTE Bingenheimer Ried HansSchwarting

Die 'GRAUSPECHTE' ist die Senioren- und Seniorinnen-Gruppe des NABU Rodgau e.V.
Die Gruppe ist auch offen für die Teilnahme von jüngeren Mitgliedern oder Personen anderer NABU-Gruppen.

GRAUSPECHTE -Neu Organisiert von Klaus Benedickt

 

02 NABU KIDS Leitung

Wir freuen uns, sobald es die aktuellen Corona-Bedingungen erlauben, die NABU-Kids-Gruppe unter neuer Leitung wiederbeleben zu dürfen. Wir bedanken uns bei Heike und Sigrun für ihr jahrelanges Engagement und die freundliche Übergabe mit zahlreichen Tipps und Hilfestellungen. Die NABU-Kids-Gruppe möchte sich in Erinnerung bringen und folgende Neuigkeiten mitteilen

 

 

VereinssatzungVereinssatzung der NABU Rodgau zur Ansicht

 

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Kulturlandschaft Rodgau

Von: Klaus Benedickt, NABU- Rodgau (im Mai 2020)
Die Fotodokumentation soll für die ausgefallene Wanderung, ersatzweise, einen Überblick über die Kulturlandschaft und ihre ökologisch bedeutenden Elemente bieten. Spontane Eindrücke, wie  sie bei einer Begehung vor Ort entstehen, kann diese Form der Darstellung natürlich nicht ermöglichen, so etwa Stimmen aus der Vogelwelt oder die Beobachtung von Tieren aus Wald und Flur. Natur vor der Haustür

 

Weitere Veranstaltungen und  Informationen:

181008 einwegplastik ericneuling

 

 

Einführung der Mehrwegpflicht schützt Meere

 

Im Herbst an Hummel denkenDie Aktion „Blühendes Rodgau“ bittet:
Frühblüher als Starthilfe für Hummeln pflanzen

 

 

 

 

 

 

Screenshot 2020 12 22 141155Einheimische Stauden bringen Leben in den Garten…

…denn sie sind zusammen mit einheimischen Sträuchern und Bäumen DIE Nahrungsgrundlage für heimische Tiere. Die können mit den Exoten Rhododendron, Kirschlorbeer und Co. nämlich nichts anfangen – Schmetterlinge, Schwebfliegen, Bienen und Käfer finden sind auf einheimische Pflanzen spezialisiert und finden in der Regel nur auf ihnen Nektar und Pollen. Und wo Insekten Nahrung finden, ziehen auch Vögel ihren Nachwuchs auf, fühlen sich Igel und Co. wohl… .

Nachhaltige Nahrung für Bienen

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Wie komme ich zur NABU-Hütte

Hilfreiche Links:

- NABU Hessen

- Naturgucker