NABU-Gelände im Spätsommer - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Frühling - © A. Böhm
NABU-Gelände bei der Apfelweinprämierung - © Birgit Emig
NABU-Gelände im Winterschlaf - © Hans Schwarting
NABU-Gelände im Herbst - © A. Böhm

Kuschelhöhlen für Winterschläfer

Winterquartiere für Säugetiere im Garten

Rolf Jantz www.naturgucker.deIgel_wwwnaturgucker.de / ©Rolf Jantz

Kleine Säugetiere verbringen ihren Winterschlaf gerne in unseren Gärten. Eine naturnahe Gestaltung und etwas Unordnung helfen den Tieren schon sehr. Durch einfache Maßnahmen ermöglichen wir den kleinen Winterschläfern einen ruhigen Winter und einen guten Start ins nächste Frühjahr.

Igel brauchen verschiedene Lebensräume, um gut über das Jahr zu kommen: Wiesen, Feldraine, Gebüsche, aber auch Laubhaufen und Totholz beherbergen viele Leckerbissen und bieten dem Stacheltier eine kuschelige Höhle, gerade in der kalten Jahreszeit. Da es auf Feldern und Wiesen davon jedoch immer weniger gibt, ist es für den Igel schwierig, bis Mitte November richtig satt zu werden und sich anschließend in Laub und Reisig für den Winter sicher einzuigeln. Dieser Mangel in der
Kulturlandschaft lässt die Igel vielerorts in Gärten und Parks flüchten. Mittlerweile sind aber auch diese oft viel zu aufgeräumt, bieten zu wenig Nahrung und sind dadurch für den Igel ungeeignet.
Mitte November begeben sich Igel auf die Suche nach einem Winterquartier, um es sich dort für die nächsten vier bis fünf Monate gemütlich zu machen. Wie alle winterschlafenden Tiere vollbringen Igel dabei eine große Leistung, so schaffen sie es, ihre Körperfunktionen über einen langen Zeitraum fast gänzlich zurückzufahren, weshalb sie auf keinen Fall gestört werden sollten. Ab und an erwachen sie kurz und schlafen dann aber gleich weiter. Das Ganze kostet jede Menge Energie. Ein sicheres Quartier ist also enorm wichtig. Ein naturnaher Garten bietet viel Nahrung und viele geschützte Ecken.

So helfen wir dem Igel im Garten über den Winter:
1. Futter fürs Winterpolster: Insektenfreundliche, heimische Pflanzen, ein Totholz- oder Reisighaufen, Fallobst und ein paar Beeren oder auch ein Komposthaufen bieten ein reichhaltiges Futterangebot zum satt fressen. Mehr dazu hier.
2. Giftfreier Garten: Unkrautvernichter und andere Gifte nimmt der Igel über die Nahrung auf und verendet daran. Verzichten Sie deshalb auf Pestizide und nutzen Sie natürliche Alternativen. Mehr dazu hier.
3. Unterschlupf bieten: Hecken, Gebüsche, Steinhaufen, Trockenmauern, Laubhaufen und Unterholz bieten einen sicheren Ort zum Einigeln. Auch ein gezimmertes Igelhaus eignet sich gut als Unterschlupf.So baut man ein Igelhaus selbst
4. Eintritt in den Garten ermöglichen: Kleine Schlupflöcher im Gartenzaun erlauben das Wandern des Igels. So findet er den Weg zum angebotenen Quartier.
5. Bitte nicht stören: Igel wollen während des Winterschlafs nicht gestört werden. Menschen und auch Hunde sollten sich am besten fern halten und das kleine Stacheltier ganz in Ruhe lassen.
Mehr Infos finden Sie unter www.nabu.de


 

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